Die Einkaufsliste

Einkaufsbeispiel für das GNM-Paket

Um genau 30 € hatte ich für den 31Tage-Plan am 21.2.2014 eingekauft. Diesen Einkauf habe ich im Feber 2015 wiederholt und mir gelang es sogar unter 30€ zu bleiben und größere Mengen bekommen und die Buttermilch hinzu genommen. Bei diesem Einkauf wurden keine Sonderangebote oder 25%-Prozent-Aktionen genutzt, sondern es handelt sich um reguläre Preise.
Dieser Einkauf besteht hauptsächlich aus sogenannten Grundnahrungsmitteln und wird in diesem Blog daher als Grundnahrungsmittel-Paket kurz mit GNM-Paket bezeichnet.

Diese Liste ist natürlich nur ein Anhaltspunkt! Sie soll helfen, schnell eine Entscheidung zu treffen. Es gibt diese Einkaufsliste auch zum Ausdrucken mit zusätzlichen Feldern, wo eingetragen werden kann, was zu welchem Preis dann tatsächlich erhältlich war.
Die Mengen sind so berechnet, dass sie für den 31Tage-Plan genau reichen. In den Rezepten sind sie in der rechten Spalte mit „GNM-Paket“ gekennzeichnet.

Für mich war wichtig, das jeweils günstigste Produkt dafür zu verwenden. Dies bedeutet, dass diese Preise sich auf Eigenmarken bzw. sogenannte Lebenmitteldiscounter beziehen. 30€ sind möglich und machbar, es sollte aber niemand ein Problem damit haben, wenn es bei seinem Einkauf nicht gelingt. Es ist allerdings sehr wohl denkbar, dass wenn jemand für mehrere Personen oder Monate einkauft und dies durchdividiert, sogar unter 30€ kommt, da Großpackungen auf diese Menge preiswerter sind.

—————-

1 kg Grieß 0,78
1 kg Mehl griffig 0,55
1 kg Reis 0,69
1 kg Polenta 0,69
0,5 kg Haferflocken 0,45
1 kg Nudeln (Spiralen) 0,98
1 kg Zucker 0,79
0,75 kg Marillenmarmelade 1,15
0,5 kg Salz 0,25
Tube Senf 0,46
1 Glas Essiggurken (ca. 0,75 kg) 0,75
kleine Dose Makrelen Filet in Öl 0,75
0,5 kg getrocknete Linsen 1,69
0,5 kg passierte Tomaten 0,33
0,7 kg Chinakohl 0,75
1 kg Sellerie 0,76
2 kg Kartoffel 0,89
2 kg Zwiebel 0,69
1,2 kg Weißkraut 0,49
2 kg Karotten 1,00
0,25 kg Rosinen 1,09
2 kg Orangen 1,59
2 kg Äpfel 1,49
10 Eier 1,69
0,5 kg Margarine 0,99
0,5 l Kaffeemilch 0,99
2 mal 0,25 kg Joghurt (à 0,27) 0,54
0,5 l Buttermilch 0,49
0,25 kg Schmelzkäse in Scheiben 1,09
0,5 kg Extrawurst 1,69
3 Stück Puten-Bratwurst (250g) 1,19
3 l Soda ( 2 1,5 l zu 0,19) 0,38
50 Beutel Schwarztee 0,99
1 kg Brot 0,75
  29,85

——————

37 Kommentare zu “Die Einkaufsliste

  1. Sehr Kohlenhydratlastig die Einkaufsliste. Gesunde Ernährung bleibt dabei leider auf der Spur. Wenn man viel Gemüse und Obst isst kommt man sehr schnell über diesen Betrag…. 😦

    • Liebe Olga,
      vermutlich ernährst Du Dich sehr bewusst. Dies hier ist in einem gewissen Sinn ein Mininalprogramm, eine Machbarkeitsstudie. Damit sparst Du Dir sicherlich genug Geld um dann genug zu haben um über die 30 € hinaus, Dir was Gesundes (oder auch mal was „Ungesundes“) zu gönnen. Für die Durchschnittsbevölkerung kann man aber davon ausgehen, dass dieser Menüplan wesentlich gesünder ist, als das was sonst in einem Monat konsumiert wird. Auf die sogenannte Ernährungspyramide wurde allerdings schon versucht zu schauen und ich finde, wir liegen bei diesen Vorschlag einer gesunden, ausgeglichenen Ernährung nicht so weit daneben.
      Viel bietet uns auch die Natur. Ich weiß nicht aus welcher Gegend Du kommst. Bei uns lässt sich dieser Menüplan je nach Saison bei einer Wanderung oder bei Spaziergängen herrlich mit wildwachsenden Obst (Beeren, Nüsse, Maroni, aber auch runtergefallene Äpfel), mit Pilzen, mit Kräutern und Pflanzen gratis ergänzen oder weitere günstige Zutaten herstellen: Brennesselspinat, div. Marmeladen, Kompotte, Obstsalat, … .
      Beachte dazu auch den Text von Brigitte auf der Seite „Das GNM Paket“ (insbesondere die Zeilen weiter unten).
      Liebe Grüße Hans

      • Lieber Hans

        Wildwachsenden Obst ….. glaubst du das es das wirklich gibt? Alle Bäume ,Sträucher,…… haben Besitzer . Ich kenne und Liebe Personen wie dich die ohne zu fragen einfach ernten….. ich müsste mein wildobst bereits unreif ernten ansonsten ist es geklaut !!!

      • Liebe Karin,

        ich habe keine Ahnung, wo Du wohnst. Hier in Österreich ist es völlig legal im Wald oder auf der Alm Himbeeren, Brombeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Bucheckern, Nüsse, Maroni, … für den Eigenbedarf und bis zu einer maximalen Tagesmenge auf Wanderungen zu pflücken. Auch „verwilderte“ Obstbäume finden sich bei uns. Wenn ein Bauer seinen Wald selbst diesbezüglich tatsächlich nutzt stellt er entsprechende Tafeln auf, die es natürlich zu beachten gilt. Da würde man sich auch strafbar machen.

      • Eine kleine Rechenaufgabe für Dich. Wieviele kg Obst und Gemüse (inkl. Linsen und Tomaten) sind in der Einkaufsliste. Und jetzt vergleich mal Deinen Monatseinkauf pro Kopf und Nase. Wieviele ist es dann bei Dir?
        Kräuter sind tatsächlich nicht auf der Einkaufsliste. Im Text findest Du warum.

  2. is doch super!
    und auch logisch, dass man bei obst und gemüse drüber hinaus kommt ^^ frag mich, weshalb man das erwähnen muss …

  3. Wo bekommt man 1kg Brot für 75ct?
    Die Margarine zu dem Preis geht nur, wenn man Laktose verträgt.
    Auch die Gemüse- und Obstpreise sind mindestens 10 Jahre alt.

    • Hallo Tobias,

      finde ich lustig, dass in Österreich mal ein Gebäck billiger ist, als bei Euch. Du kannst gewiss sein, das alle Preise dokumentiert sind. Das Brot z.B. war vom Lidl (2.2.2016) in Gratwein (und gilt für alle Lidl in Österreich, seid 2 Jahren unverändert) und war kein Aktions- oder Rabattpreis, sondern regulär.
      Ich weiß auch nicht, wie das mit den Obst- und Gemüsepreisen auf ganz Deutschland umgesetzt werden kann und sicherlich ist auch nicht in Ordnung, dass die Händlern den Bauern für diese wertvolle Nahrung dermaßen niedrige Preise zahlen. Es steht zu befürchten, dass Du damit vollkommen recht hast, dass die Preise von heute, denen von vor 10 Jahren entsprechen.
      Laktose-Unverträglichkeit ist sehr unangenehm. Hier würde ich an Deiner Stelle sicher nicht sparen. Varianten für diverse Ansprüche wollen wir durchaus auch ausrechnen und dokumentieren. Um wieviel sind für Dich die laktosefreien Produkte dann teuerer. Geht sich das laktosefreie Paket dann um 33€ oder 35€ aus?
      Alles Gute Hans

    • Nimmste halt Magarine ist für 60 ct zu haben..das 1kg Brot ist eine Mehlmischung zum selberbacken…gibts bei Edeka für unter 1€….Äpfel und Orangen je 2 kg sind gute Vitamingeber….Kohl, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte sehr gesund. Was gibts da zu meckern? Auch in Berlin /Brandenburg gibts Streuobstwiesen oder wildwachsende Haselnusssträucher, Brombeerhecken, Hagebutten, Lindenblüten(für Tee)….Brennesseln und Giersch als Spinatersatz….Hollunderblüten und Beeren für Kompott sowie Waldmeister und Walderdbeeren. Hab ich alles selber schon gesammelt. Wir haben einen Nachbarn mit großem Walnussbaum…der verschenkt diese gern da er so viele nicht verbrauchen kann. Ich denke das es gut Möglich ist mit diesem drumherum der Natur.

      • Hallo Kaoh,
        danke für Deine Antwort und das Mitteilen Deiner Erfahrungen.
        Wordpress zeigt anscheinend seit ein paar Wochen nicht mehr, dass es neue Kommentare gibt, daher hat unsere Reaktion etwas gedauert.
        Finde toll, wie Du die Schätze der Natur für Dich nutzt.
        Toll ist es auch sich mit Nachbarn zu verständigen und untereinander zu tauschen oder sich zu beschenken.

  4. Lieber Hans
    Wir kommen genauso wie du aus Österreich und kennen daher die Gesetzeslage sehr genau.
    So wie du die Gesetzeslage schilderst möchtest du sie gerne haben – Fakt ist du darfst maximal 2 kg Pilze pro Tag ernten, wenn es der Grundbesitzer nicht untersagt. Alles andere mitzunehmen ist Diebstahl !!!!!
    Um etwas anderes zu ernten bedarf es der ausdrücklichen Erlaubnis des Eigentümers !!
    Das würde dir auf deinem Grund und Boden auch nicht gefallen wenn ohne zu fragen einfach geerntet würde.
    Daher zuerst fragen und dann erst ernten sonst riskiert man große Probleme und auch Anzeigen.

      • Danke Dominik für den Link. Das ist genau das was ich gemeint habe. Und an Karin: Alles andere als seinen Eigenbedarf ein wenig mit den Geschenken der Natur auf zu werten ist natürlich Gier und zu Recht untersagt. Und natürlich erst recht, wenn diese Geschenke dann statt als Geschenk zum Gelderwerb anstatt zur Stillung der eigenen Bedürfnisse verwendet werden. Das sichert einen schonend Umgang und schützt vor Ausbeutung, Ausrottung und Zerstörung.
        Hier noch eine Ergänzung, die mehr Bereiche als den Wald betrifft:
        http://umwelt.naturfreunde.at/files/uploads/2014/10/NFOE_Factsheet_3_SAMMELN.pdf

  5. Obst und Beeren von Sträuchen nehmen ist in Österreich auf eingefriedeten Grundstücken (das sind die mit Zaun rundherum 😉 ) illegal und Diebstahl, sonst, wenn durch Hinweistafeln eiin Besitzanspruch geltend gemacht wird.

    WILDwachsendes darf Herr und Frau Österreicher gerne mitnehmen, um die Suche zu erleichtern gibt es inzwischen sogar Karten, wo diverse Standorte eingezeichnet sind. (Junges Projekt, Karte – und Pflanzen – wachsen noch) http://fruitmap.at/cms/index.php/ueber-fruitmapat

    Mahlzeit!

    Ich finde die Idee gut, und das hierbei auf Besondere Ernährungsformen,, Unverträglichkeiten, persönliche Vorlieben keine Rücksicht genommen wird, wurde in der Erklärung ausdrücklich betont und ist wohl schon alleine daher kein Grund zur Beschwerde. (Sonst müsste ich jetzt fragen, was ich denn nun mit den 2 kg Zwiebeln anfangen soll, wo ich die doch gar nicht vertrage… Antwort: weglassen, und entweder was anderes kaufen oder ein paar Münzen sparen…)

    Gruss an alle, ein schönes Leben, Mahlzeit. Und an die Dauernörgler: Lächeln und Danke gibt es gratis, ist aber nie umsopnst

  6. Oh die Liste ist meiner Meinung nach nicht aktuell. Oder kostet bei euch 10 Eier wirklich so viel?
    Und die Linsen bekomme ich in Deutschland auch günstiger.

    Aber danke für diese Idee. Ich werde mal schauen was ich da für mich raus holen kann.
    Zur Zeit bin ich bei ca 80€ im Monat. Allerdings ernähre ich mich Low Carb. Da gibt’s dann täglich Milch und min einmal am Tag Quark.

    • Liebe Yvonne,
      das mit den regionalen Unterschieden ist sehr spannend. Linsen zu diesen Preis zu bekommen, war bei einem Einkauf fast ein Problem und dann gibt es die anderswo billiger. Echt interessant. Ob der Unterschied bei den Eiern daran liegt, dass es diese bei uns nicht mehr oder kaum aus Käfighaltung gibt? Die gekauften sind jedenfalls Bodenhalten. Wie schon an anderer Stelle gesagt, sehe ich den Billigst-Einkauf als Notprogramm und es darf ruhig ein wenig mehr sein, wenn man nicht in Not ist oder diesen Selbstversuch einmal durchziehen will. Mehr Geld für diesen Plan auszugeben, wenn dafür die Qualität besser ist, der Bauer einen gerechteren Preis bekommt und die Umwelt genutzt und nicht ausgebeutet wird, macht total Sinn.
      Ja bitte halte uns auf dem Laufenden, was für ein Low Carb – Plan für Dich aus dieser Idee entsteht.
      Wir selbst werden als nächsten Versuch eine Bio und Fair-Trade – Einkauf probieren, vermutlich aber erst im Herbst, da momentan das Arbeiten im Garten und die eigene Ernte daraus und die Wildkräuter mehr im Fokus stehen.

  7. Hallo Hans,
    Ich finde allein die Idee und die tolle Ausarbeitung klasse. Ich bin 1952 – also noch in einer ärmlicheren Zeit geboren, und meine Mutter beherrschte es hervorragend aus „Nichts“ wohlschmeckende Mahlzeiten zuzubereiten (z. B. Spätzle mit gebratenem Zwiebel und Karottensalat) und alle wurden satt und zufrieden. Die Ansprüche waren nicht so hoch wie heute, und es gab kaum Fertiggerichte. Als Vegetarierin kommen mir Eure Gerichte größtenteils entgegen, die Wurst würde ich durch Tofu ersetzen.
    Da wir ja derzeit in keiner Notsituation sind, bin ich gerne bereit, gerechte Preise zu bezahlen. Allein auszuprobieren, einfache kostengünstige köstliche Gerichte zuzubereiten, macht Freude.
    Ich habe in der Hauskrankenpflege eine Familie betreut, die auch heute noch täglich zum Frühstück „Brennsuppe“ essen. Bohnenkaffee gab es in meiner Familie erst in den 60-er Jahren, anfangs als Verbesserung vom üblichen Malzkaffee, später erst höher dosiert.
    Danke für die tollen Anregungen!!!!!!

    • Hallo „Krimhilde“,
      der Dank gebührt nur insoferne mir, dass ich edv-technisch und ein wenig auch beim Texten meine Frau Brigitte unterstütze. Ich finde Ihre Ideen und deren Umsetzung so toll, dass ich sie dabei tatkräftig unterstütze dieses ihr Wissen möglichst vielen Menschen zugänglich und vor allem nutzbar zu machen. Selbst profitiere ich natürlich auch gewaltig davon und kann aus der positiven Erfahrung dies ganz gut argumentieren. Danke für Deine Bestärkungen.
      Liebe Grüße Hans

  8. Ich finde die Umsetzung toll – ich lebe in England und habe als Kunststudentin auch oft kein Geld gehabt und mir um 1 Pfund pro Tag Essen gekocht. Im Moment arbeite ich in einem Bioladen und kaufe alles dort ein – da würde auch bei Einhalten der Liste es um einiges teurer werden, aber ich denke generell kann diese Liste und die Rezepte nicht nur eine große Hilfestellung für Leute, die -wie ich damals- wirklich sparen müssen sein, sondern kann auch als Denkanstoß für alle anderen dienen, gedankenvoller und wertschätzender mit Nahrung umzugehen. Ich gebe derzeit sehr viel für Essen aus, aber finde es auch ok für mich, weil ich weder Auto besitze, noch gerne Konsumgüter einkauf (z.B. gibts bei uns im Haus nur ein Stück Bioseife und Fluridfreie Zahnpasta im Badezimmer – kein Duschgel, kein Shampoo (die Haare gewöhnen sich an Wasser pur, bzw kann man mit Roggenmehl etc Shampoo machen).. Neben Miete und Rechnungen ist Essen das einzige, wofür ich Geld ausgeb und dieses kommt direkt allen, die im Laden involviert sind, zugute. In einem halben Jahr ziehe ich aber wieder nach Österreich und sollte etwas für den Umzug sparen. Die Idee hält mich dazu an wieder ein bissel mehr zu schaun was es im Laden gratis oder günstiger gibt (altes Gemüse etc) und mir unnötiges zu verkneifen….
    danke 🙂 .

  9. Ich finde die Idee auch sehr toll und bin sehr froh über die Anregungen, das zusätzliche Sammeln von Wildfrüchten usw ist in Österreich nicht nur möglich, sondern wird von vielen Kommunen sogar unterstützt und als wertvoller Beitrag für Umwelt- und Ressourcenschonung angesehen.
    In der Gemeinde Gaweinstal im Weinviertel gibt es z.B. die Möglichkeit, sich beim Gemeindeamt eine Genehmigung zu holen, um die gemeindeeigenen Straßenbäume beernten zu dürfen, es gibt auch kleine öffentliche Flächen, wo es u.a. Himbeeren zum Ernten gibt und viele DorfbewohnerInnen geben gerne die Erlaubnis, einen Teil der oft riesigen, ungenutzten Obstmengen in ihren Gärten zu ernten.
    Ich bin sicher, dass das überall möglich ist, zur Not kann man ja auch aktiv nachfragen, es gibt immer Menschen, die froh sind, wenn die Dinge nicht „verkommen“, sondern genützt werden.
    Wir selbst kaufen nach Möglichkeit biologische Produkte, ich stelle aber auch nicht den Anspruch, wirklich mit so wenig Geld pro Monat auszukommen, die Liste ist aber sehr beruhigend für mich, weil ich so die Gewissheit habe, zur Not auch mit wirklich wenig Geld auszukommen.
    Danke auch für die einfachen Rezepte, diese sind sehr gut für meine Kinder geeignet, die damit ausprobieren können, sich ein paar Tage selbst zu versorgen, sie sind da, wie die meisten Jugendlichen heutzutage, ein bisschen zu verwöhnt worden und brauchen v.a. beim Einkaufen Unterstützung oder eben so eine praktische Liste!
    LG Elke

    • Servus!
      Der Aspekt, dass sich Jugendliche einige Tage selbst versorgen können, selbst einkaufen und kochen (lernen) finde ich toll!!!
      Leider wird das in den meisten Schulen nicht unterrichtet.
      Es gibt immer etwas zu pflücken, zur richtigen Jahreszeit, beim spazieren oder wandern. Man muss nur selbst aktiv werden und zb. fragen. Super, danke für deine Rückmeldung, l.g. Brigitte

  10. Wie immer bin ich „zufällig“ über diesen tollen Blog gestolpert. Das Experiment wie die daraus entstandene Liste finde ich einfach toll. Ich könnte momentan aus verschiedenen Gründen nicht so umsetzten. Bin mir auch nicht sicher, ob ich mit 30€ hinkäme aber ich fühle mich ermuntert meine eigene Liste zu erstellen und eure als Anhaltspunkt zu nehmen.

    Vor ca. einem Jahr habe ich das Einkochen für mich gefunden. Das heißt Marmelade, Pesto und Tomatensoße mache ich schon lange. Letzte Woche war wieder Einkellerungswoche im Supermarkt. Gekauft habe ich 25kg Kartoffeln, 35kg Gemüse, 5kg Zwiebeln für knapp 25€. Jetzt bin ich so nach und nach dabei, das ganze in Gläser zu bringen.
    So hab ich z.b. noch 6€ in Rinderhack investiert und 11 Portionen Bolognese daraus gemacht. 2 wurden frisch gegessen, 9 eingekocht. Und so geht es jetzt die nächsten Tage weiter. Sauerkraut ist z.B. ganz einfach zu machen.
    Heute morgen hab ich auf dem Spaziergang frische Walnüsse gefunden (unter öffentlichen Bäumen) und nachher wird dann Selleriesalat eingekocht.

    Mir ist klar, dass das eingekochte Essen nicht alleine ausreichen ist, aber es entlastet den Geldbeutel enorm und erleichtert später auch die Essenszubereitung. Mein Leben verläuft sehr schwankend und immer wieder habe ich gar nicht die Zeit um groß aufzukochen. Dann gehe ich in meinen persönlichen Supermarkt, such mir was aus und 10min später hab ich was leckeres, warmes zu Essen. Frei von Dingen die ich nicht möchte. Und ich kann nur empfehlen mal eingekochte Kartoffeln zu probieren. Inzwischen nehmen sogar die Kinder meine Gläser mit weil sie sie besser und praktischer finden als jedes Mal frisch zu kochen.

    Herzlichen Dank für diese Liste. Ich gehe dann jetzt mal zu den Rezepten über.
    Elke aus Deutschland

  11. Vielen Dank für diese inspirierende Idee! Ich würde als Veganerin meine Liste etwas abändern… aber so als Ausgangspunkt finde ich das sehr spannend!
    Ich glaube, ich werde mal beim nächsten Einkauf die meisten der Artikel versuchen zu bekommen und mir dann meine eigene „Grundausstattungsliste“ zusammenschreiben. Und wenn es dann 40 Euro sind, fänd ich das auch okay. Ich wollte schon lange mal eine Kiste für den Ernstfall (muss ja nicht gleich Krieg sein, es gibt ja auch Naturkatastrophen!) in den Keller stellen. Da kann man sich ja dann draufschreiben, bis wann die Sachen haltbar sind und kurz vorher dann aufbrauchen bzw. erneuern…
    Danke für den Denkanstoß!!

    • Hallo!
      Du kannst die gesamte Einkaufsliste mit veganen Produkten umschreiben!
      Es soll einfach ein Denkanstoss sein, bewusst einzukaufen, auch bio, faire trade, vollwertig, beim Bauern usw. Auch als Notfallpaket können die meiste Produkte eingelagert werden. Danke für dein Feedback, lg. Brigitte

  12. Hallo, erst einmal vielen vielen Dank für diese tolle Webseite 🙂 Ich habe eine kleine, vermutlich für andere dumme 😀 Frage zur Einkaufsliste bzw den Tagesplan, ich habe diesen bisher zwar nur mal überflogen, aber zum Beispiel bei den Palatschinken: Das beigefügte Rezept ergibt 12 Stück, die ich auch nicht getrennt herstellen kann… Im Tagesplan gibt es an Tag 9 das erste Mal welche davon und das letzte mal an Tag 30. Wie kann ich fertige Palatschinken solange frisch halten? Friert man sie ein? Und auch beim Brot, einen Monat ein Brot frischhalten, geht das wirklich? Vermutlich auch scheibenweise einfrieren? Oder wie macht ihr anderen das hier? 🙂 Vielen Dank im voraus.

    • Welche Möglichkeiten Du auch immer hast. Die Tage sind nicht in strikter Reihenfolge. Der Plan hat rechts jeweils ein Kästchen zum Abhaken. Du kannst daher auch Abendessen gegen Mittagessen eines anderen Tages tauschen etc. … . Bei Brot kannst Du z.B. die Croutons machen und die halten dann länger … . Viele haben keine Möglichkeit zum Einfrieren. Die werden anderes vorgehen.

  13. Hallo!

    Ich finde die Anregung gut, bewusster Lebensmittel zu wählen. Bei mir hakt dein Vorschlag bei den Dumping-Preisen für hochwertige Produkte.

    Bei mir steht fairer Konsum im Vordergrund. 1kg Brot um 75 Cent – da weiß ich, dass jemand anderer letztlich den Preis zahlen muss, den ich nicht bereit wäre zu zahlen. Noch krasser ist es für mich bei billigen Eiern, weil der MItarbeiter im Bäckereigroßbetrieb, wo das 75-cent Brot herkommt, hat eine Wahl. Die Hennen nicht. Da esse ich lieber keine Eier. (Ja, ich ernähre mich vegan). Es muss ja nicht gleich das 9 EUR Hipster Chia Brot sein. 😉
    Es gibt sie noch, die Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, frisch backen und halt dann mehr als 75 Cent für 1 kg verlangen – verlangen müssen.

    Ich bin in der glücklichen Lage, es mir leisten zu können, den höheren, fairen Preis zu zahlen und zugleich konsumiere ich weniger, weil die fairen Lebensmittel mehr kosten und weil bei veganer Ernährung viel teures Essen wegfällt.
    Lebensmittel wegwerfen war früher normal. 😦 Heute kommt es so gut wie nicht mehr vor.

    Eine mögliche Ergänzung zu 30 EUR/Monat wäre, den Vorratskasten zu leeren. Jeden Tag mind. 1 Produkt aus dem Vorratskasten zu verwenden. In unseren Küchen lagern häufig Schätze! Daraus lassen sich lustige Gerichte herstellen.

    Du merkst, dein Blog ist sehr anregend. Danke für dein Engagement und die Anregungen die die bietest.

    liebe Grüße,
    Paula aus Wien

    • Servus!
      Dies ganze Projekt ist eine Machbarkeitsstudie!
      Das soll nicht heissen, dass danach eingekauft und gekocht werden muss 🙂
      Ich gebe Vorschläge, wie man mit Grundnahrungsmitteln gut kochen kann, dies sind auch nur Grundrezepte.
      Wie du diese Grundnahrungsmittel einkaufst, ob bio, fairtrade, vollwertig, beim Bauer oder die meisten Dinge selbst im Garten erntest, bleibt dir überlassen. Leider gibts nicht mehr in jedem Haushalt ein Lebensmittellager. Wenn doch, helfen die Rezepte vielleicht, diese damit aufzubrauchen. Schön, dass du dich vegan ernährst 🙂 Wir essen nur ganz selten Fleisch, grossteils Obst und Gemüse aus sdem eigenen Garten. lg. Brigitte

      • Servus Brigitte!
        Gestern gab es Steinpilzrisotto aus dem Vorratssschrank (ein Resterl in einer angebrochenen Packung). Das schmeckte richtig gut! Überraschend, was möglich ist, wenn man glaubt, es ist nichts da. Da musste ich an dich denken 🙂

        liebe Grüße, Paula

      • Servus , Paula! Freut mich 🙂 Ich müsste ununterbrochen Schluckauf haben,… so viele Menschen fangen jetzt an, viel bewusster mit ihren Lebensmitteln (Vorräten) umzugehen. LG. Brigitte

  14. Hallo Brigitte,

    vor 2 Tagen bin ich via knauserer auf Deine Seite gestolpert. und ich denke und rechne und koche und kombiniere für unsere Situation… mit einem Wort eine sehr anregende Seite, was ich schon lange gesucht habe.

    Danke an Dich und Deinen Mann

    Regina (bei München)

    heute gabs Brennsuppe zum Abendessen – und allen hats hervorragend geschmeckt

  15. Hallo,

    bin aus Zufall über eure FB Seite gestolpert und finde das Projekt, auf sozialer Ebene, interessant. Es erinnert mich ein wenig an die früheren Megaphon-Kochbücher. Es gibt sicherlich genug Familien die sich meist nicht viel mehr leisten können.
    Das Projekt ist für mich persönlich nichts, da ich meist frei Schnauze einkaufe und koche und somit locker das 5-6 fache monatlich ausgebe. Aber Essen ist auch mein einziger persönlicher Luxus 😉
    Was ich noch erwähnen wollte, da ihr ja in Gratwein lebt, sind unter anderem die Fairteiler Kästen in Graz. Vielleicht kann man sowas in euer Projekt einfließen lassen. Da bekommt man Brot und Obst sowie viele Grundnahrungsmittel umsonst, somit landen auch weniger gute Lebensmittel im Müll.

    LG Julia

    • Liebe Julia,
      spannend, dass Du uns in Gratwein vermutest. Hinter Menschen wie uns steckt meist viel mehr und so ein Projekt wächst aus etwas heraus.
      Und wir sind hier natürlich lokal in der „Szene“. Wir haben in Gratwein einen Fairteiler und einen Kostnixladen und schon noch länger in Gratkorn einen Kostnixladen (bin dort Mitgründer und Sprecher) über den auch Lebensmittel verteilt werden und wo Brigitte schon jetzt 6 mal wunderbare, riesige (für 200 Personen und mehr) Buffets nur aus geretteten Lebensmittel gezaubert hat (Kostnixladen-Erföffnung, Kraut- und Unkraut, 2 Sommerfest, 2 Herbstfeste). Darüberhinaus haben wir heuer für das Retten von Lebensmittel in der Kategorie Private Initiative den Vikdualia-Award des Lebensministeriums für Brigittes Projekt „(GRAT)Korn-Laberl“ (Kein Brot ist hart! Kein Brot, das ist hart!) gewonnen.
      In diesen Blog und in ein zukünfiges Buch fließt die Erkenntnis ein, dass viele Menschen mit Grundnahrungsmittel nicht mehr wirklich was anfangen können und sie mit gewisse Dinge von der Tafel, aus den Kostnixläden oder Fairteiler nichts anfangen können. Aber auch für andere Menschen, die keinen gratis Zugang zu Grundnahrungsmittel haben, tritt oft eine mittlere bis sogar große Katastrophe ein, wenn sie sich die ganzen industriell gefertigten Sachen a la „frei Schnauze“ auf einmal nicht mehr leisten können, weil sie nicht mit Grundnahrungsmittel kochen können. Brigitte hat auf fb schon ganz glückliche Rückmeldungen von z.B. jungen Müttern erhalten, die sie aus dieser verzweifelten Lage befreit hat und die so froh sind, dass sie nun doch kochen können.
      Es geht uns nicht nur um Vermeidung von Lebensmittelmüll hier lokal, sondern Lebensmittel werden auch weggeworfen, weil die Bauern hauptsächlich nur mehr an industrielle Abnehmer (billigst) verkaufen (müssen) in bestimmter Qualität (viel bleibt schon am Acker liegen), diese Grundnahrungsmittel dann unter enormen Energiekosten und Transportwegen mit diversen Lebensmittelzusätzen verarbeitet werden und dann über durch Werbung manipulierten Konsumenten viel zu viel gekauft werden und teilweise weggeschmissen werden, weil es (angeblich) verdirbt oder es gar nicht so schmeckt wie suggeriert.
      Für einen Bewusstseinswandel der nachhaltig ist, braucht es mehr als Fairteiler, sondern die fürchterlich verschlechtete CO2-Bilanz bei der Ernährung wird sich nur wieder verbessern, wenn möglichst direkt vom Produzenten gekauft wird und die Mensch wieder selber kochen. Liebe Grüße
      Hans

  16. Ich habe mal einen Blick auf die Einkaufsliste gemacht und frage mich, wo sie leben. Ich lebe in Wien und da ist alles mindestens 4 mal so teuer. Wildes Obst gibt es hier nicht. Im billigsten Supermarkt kostet ein Kilo Dinkelmehl über zwei Euro. Alles Andere auch.
    Über diese Liste kann ich nur den Kopf schütteln.

    • Sorry dass ich erst jetzt antworte. WordPress hat hier bei der Verständigung anscheinend schon wieder was geändert. Die Produkte sind alle von österreichischen Diskontern (Lidl, Hofer, Penny) und Eigenmarken. Das sollte es in Wien auch geben. Es lohnt sich durchaus auch auf Produkte zu achten, die nicht auf Augenhöhe sind. Hochwertigere Lebensmittel wie Dinkelmehl (in Bio und gar im Bio-Bauern-Laden in der Stadt) kosten auch unserer Erfahrung nach das 4-fache, wir sind bei einem solchen Einkauf, wo wir das Fleisch auch durch vegane Bio-Produkte ersetzt haben auf 140 Euro gekommen. Damit liegen wir aber noch immer deutlich unter dem was nach Statistik Österreich im Monat an Lebensmittel pro Kopf gekauft wird. Wir wollen mit diesem Extrem-Beispiel 30 Euro unter anderem auch darauf aufmerksam machen, dass gesunde, ausgewogene Ernährung durch Selberkochen statt Kauf von Fertigprodukten gelingt und dass genug Geld bleibt um statt Fertigprodukte zu kaufen, sich dann hochwertigere Grundnahrungsmittel zu leisten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s