Sowas wie ein Vorwort?

Einige Anfragen hat es gegeben, DSC_0022_d2ob es zu diesem Blog auch ein Buch gibt. Nein gibt es nicht, aber vielleicht … .

Brigitte hat mich gefragt, ob ich für den Fall des Falles eines schreiben würde.
So könnte ich mir das vorstellen. Was meint ihr?

Vorwort

Begonnen hat es mit einem Hilfeaufruf um Essen für Hungernde zu kaufen. Geworden ist es eine Antwort und Ausweg aus noch vielen weiteren Nöten unserer Zeit, wie Ressourcenverschwendung und Abfallberge.

Brigitte hat in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt, dass mit einem Einkauf um die 30€ Frühstück, Mittagessen und Abendessen für einen ganzen Monat möglich ist. War ihre erste Intention dabei, für Menschen in prekären, finanziellen Situation oder mit sonstigen eingeschränkten Einkaufmöglichkeiten einen gangbaren Weg sich zu ernähren auf zu zeigen, wurde bald klar, dass das Ergebnis viele weitere positive Wirkungen hat:

  • Die Ernährung damit ist wesentlich gesünder, als das was der europäische Durchschnitt isst. Sie entspricht unter anderem auch der sogenannten Ernährungspyramide.
  • Grundnahrungsmittel enthalten wesentlich weniger Zusatzstoffe aus der Lebensmittelchemie
  • Viel weniger wird eingekauft und es steht einem mehr Geld zur Verfügung
  • Solange Grundnahrungsmittel im Haus sind, kann was Köstliches gekocht werden.
  • Durch das selber Kochen, entsteht ein anderer bewussterer, dankbarer, liebevoller Bezug zu den Speisen. Statt die Zeit mit Einkaufen zu verbringen, hat man sie für das Kochen
  • Es entsteht kaum Biomüll, alles wird bestmöglich verwertet.
  • Es fällt ganz wenig Verpackungsmüll an, insbesondere viel weniger Plastik.
  • Man braucht nichts mehr von den teuer beworbenen, gestylten, geschmacksmodifizierten und in Fabriken hergestellten Nahrungsmittel der Lebensmittelindustrie, die zu einer Menge Probleme in der Welt führen: Massentierhaltung, Monokulturen, Umweltschäden, Naturzerstörung und Klimabeeinflussung, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und schlechte Preise für die Produzenten.

Viele der Rezepte sind einfach und es kann sie ein jeder kochen. Nicht einfach war es allerdings aus dem Einkauf heraus all diese Rezepte zu „er“-finden, damit nicht nur alles aufgebraucht wird, sondern dass es auch gut schmeckt und abwechslungsreich wird. An die 80 Rezepte wurden erstellt und genau von den vorhandenen Grundnahrungsmitteln abgerechnet. Neben der Idee hat es hier die Kenntnisse, Erfahrung und Kreativität einer Köchin gebraucht, die bei den besten in Graz gelernt hat und umsichtig und verantwortungsvoll „Lebens“mittel schätzt.

Von Anfang an war für Brigitte der Titel dieses Projekts: „Wir essen um zu leben.“ und bald kommt von ihr dazu „und nicht umgekehrt.“ Ihr war am Anfang nicht bewusst, dass sie hier mit dem großen Philosophen Sokrates konform geht, der mit „Wir leben nicht um zu essen, wir essen, um zu leben.“ zitiert wird. Es darf sich im Leben nicht alles um das Essen drehen und das Essen wird oft maßlos überbewertet. Fast könnte hier jemand einen Widerspruch zum Zitat sehen, wenn ausgerechnet ein Kochbuch diesen Titel trägt. Aber der Unterschied ist überall klar ersichtlich. Es geht in erster Linie um ein gutes Leben und keinesfalls um einen Kult um das Essen. So sind auch sämtliche Bilder der Speisen bei den Rezepten von ihr selbst fotografiert, ohne irgendwelche Tricks oder Nachbearbeitung.

Wir essen um zu leben: Und Leben heißt auch Gesundheit, ausreichend Zeit und Geld, intakte Umwelt, gerechtere Welt, … .

 

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