Kraut und Unkraut

Veranstaltung zu den Nachhaltigkeitstagen

Am Sonntag dem  5. Juni um   9:30 – 13:00 vor dem Pfarrsaal in Gratkorn/Pfarre St.Stefan (bei Schlechtwetter im Pfarrsaal)

Vorbereitungen laufen.

Das haben wir schon:
Für jeden (?) ein Saatgut-Sackerl: „Wir pflanzen Österreichs größte Blumenwiese“ von Greenpeace + Folder Bienenschutz-Ratgeber.

Auch einige Pflanzenableger in Blumentöpfen wirds geben.

Die Kombucha-Pilze gedeihen und sind auf neue Gläser, gefüllt mit diversen Kräutertees verteilt. Die gibt es dann zum Mitnehmen.
Bücher zu Natur, Garten und Kochen aus dem Kostnixladen werden verschenkt bzw. können eingetauscht oder hergeschenkt werden.

Daran arbeiten wir noch:

Kräuterkunde  und Kräuterbuffet

(GRAT)Korn-Laberl mit Kräutern

 

 

 

Kochbuchmesse Graz

Stand für „Wir essen um zu leben“

Brigitte darf auf der Kochbuchmesse im Rahmen der Grazer Frühlingsmesse diesen Blog präsentieren. Taliman Sluga hat dies für bemerkenswerte Initiativen gratis möglich gemacht.

Heute (30.4.) hat er sogar auf der Leinwand den Film zum (GRAT)KORN-Laberl gebracht und Brigitte auf die Bühne geholt um dieses Projekt vor zu stellen.
Und morgen (1.5.) dürfen sogar (GRAT)KORN-Laberl rausgebraten werden.

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Der interaktive Menüplan

Per Mausklick zum Rezept

Leser, die über eltern.de auf diesen Artikel stossen, bitte anschließend auch diesen Artikel beachten: Eltern.de Forumdiskussion

Menu-AnleitungWas nicht für jeden sofort ersichtlich ist, wir haben da was ganz Praktisches eingebaut. Mit der Maus auf den 31-Tage-Plan auf der gleichnamigen Seite klicken und schon öffnet sich die PDF-Datei mit dem Plan. Von dort kann mit einem weiteren Mausklick gleich jedes Rezept angeklickt und geöffnet werden.
Die 31-Tage-Plan PDF-Datei kann sich auch ein jeder auf die eigene Festplatte kopieren und kann dann ohne vorher den Blog im Browser zu öffnen direkt aus der PDF-Datei die Rezepte öffnen.

Menu-Anleitung_2Mit der Kommentarfunktion für PDFs kann in der lokalen Datei auf gleich im jeweils kleinen rechten Feld angezeichnet werden, welche Rezepte schon gekocht wurden und somit später erkennen, dass dieser Anteil aus des Grundnahrungmittelpaket aufgebraucht ist. Und im Kommentar selbst kann gleich die Erfahrung beim Kochen und wie gut es geschmeckt hat festgehalten werden.

Sowas wie ein Vorwort?

Einige Anfragen hat es gegeben, DSC_0022_d2ob es zu diesem Blog auch ein Buch gibt. Nein gibt es nicht, aber vielleicht … .

Brigitte hat mich gefragt, ob ich für den Fall des Falles eines schreiben würde.
So könnte ich mir das vorstellen. Was meint ihr?

Vorwort

Begonnen hat es mit einem Hilfeaufruf um Essen für Hungernde zu kaufen. Geworden ist es eine Antwort und Ausweg aus noch vielen weiteren Nöten unserer Zeit, wie Ressourcenverschwendung und Abfallberge.

Brigitte hat in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt, dass mit einem Einkauf um die 30€ Frühstück, Mittagessen und Abendessen für einen ganzen Monat möglich ist. War ihre erste Intention dabei, für Menschen in prekären, finanziellen Situation oder mit sonstigen eingeschränkten Einkaufmöglichkeiten einen gangbaren Weg sich zu ernähren auf zu zeigen, wurde bald klar, dass das Ergebnis viele weitere positive Wirkungen hat:

  • Die Ernährung damit ist wesentlich gesünder, als das was der europäische Durchschnitt isst. Sie entspricht unter anderem auch der sogenannten Ernährungspyramide.
  • Grundnahrungsmittel enthalten wesentlich weniger Zusatzstoffe aus der Lebensmittelchemie
  • Viel weniger wird eingekauft und es steht einem mehr Geld zur Verfügung
  • Solange Grundnahrungsmittel im Haus sind, kann was Köstliches gekocht werden.
  • Durch das selber Kochen, entsteht ein anderer bewussterer, dankbarer, liebevoller Bezug zu den Speisen. Statt die Zeit mit Einkaufen zu verbringen, hat man sie für das Kochen
  • Es entsteht kaum Biomüll, alles wird bestmöglich verwertet.
  • Es fällt ganz wenig Verpackungsmüll an, insbesondere viel weniger Plastik.
  • Man braucht nichts mehr von den teuer beworbenen, gestylten, geschmacksmodifizierten und in Fabriken hergestellten Nahrungsmittel der Lebensmittelindustrie, die zu einer Menge Probleme in der Welt führen: Massentierhaltung, Monokulturen, Umweltschäden, Naturzerstörung und Klimabeeinflussung, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und schlechte Preise für die Produzenten.

Viele der Rezepte sind einfach und es kann sie ein jeder kochen. Nicht einfach war es allerdings aus dem Einkauf heraus all diese Rezepte zu „er“-finden, damit nicht nur alles aufgebraucht wird, sondern dass es auch gut schmeckt und abwechslungsreich wird. An die 80 Rezepte wurden erstellt und genau von den vorhandenen Grundnahrungsmitteln abgerechnet. Neben der Idee hat es hier die Kenntnisse, Erfahrung und Kreativität einer Köchin gebraucht, die bei den besten in Graz gelernt hat und umsichtig und verantwortungsvoll „Lebens“mittel schätzt.

Von Anfang an war für Brigitte der Titel dieses Projekts: „Wir essen um zu leben.“ und bald kommt von ihr dazu „und nicht umgekehrt.“ Ihr war am Anfang nicht bewusst, dass sie hier mit dem großen Philosophen Sokrates konform geht, der mit „Wir leben nicht um zu essen, wir essen, um zu leben.“ zitiert wird. Es darf sich im Leben nicht alles um das Essen drehen und das Essen wird oft maßlos überbewertet. Fast könnte hier jemand einen Widerspruch zum Zitat sehen, wenn ausgerechnet ein Kochbuch diesen Titel trägt. Aber der Unterschied ist überall klar ersichtlich. Es geht in erster Linie um ein gutes Leben und keinesfalls um einen Kult um das Essen. So sind auch sämtliche Bilder der Speisen bei den Rezepten von ihr selbst fotografiert, ohne irgendwelche Tricks oder Nachbearbeitung.

Wir essen um zu leben: Und Leben heißt auch Gesundheit, ausreichend Zeit und Geld, intakte Umwelt, gerechtere Welt, … .

 

Wir essen um zu leben

Wie dieser Blog seinen Titel bekam

Viele Menschen geben sehr viel Geld für Essen aus. Manche machen sogar die schlimme Erfahrung, dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat über ist. Leben wir nur dafür, um uns was zum Essen zu besorgen? Sollte es nicht umgekehrt sein, dass das Essen uns befähigen soll, dass wir ein erfülltes Leben führen können.

Die Werbung und die Gesellschaft beeinflussen stark was wir essen. In den letzten Jahrzehnten sind die Ausgaben für Lebensmittel ziemlich gestiegen. Aber was kaufen wir: Fastfood, Fertig-Gerichte, viel Fleisch, Süßigkeiten, … . Früher wurde hauptsächlich (normales 2kg-)Brot, Milch, Eier und Mehl gekauft. Außerdem wurde Obst und Gemüse früher mehr selbst angebaut und geerntet oder bei bekannten Bauern geholt. Waren Leute früher stolz darauf, was sie gekocht haben, suggeriert heute die Werbung, wie toll und in man ist, wenn man das eine oder andere Lebensmittel ißt oder seinen Lieben gibt, ja sogar, dass man sich bei diesen beliebt macht, wenn man was bestimmtes kauft. Und schon ist das Geld ausgegeben. Im Vorfeld habe ich eine Umfrage gemacht und da haben Leute freiwillig angegeben, dass sie bis zu 600€ ! pro Monat pro Person für Lebensmittel ausgeben.

Essen wird also vollkommen überbewertet! Und dann denke man noch an all die Diäten, „gesunden“ Produkte und den ganzen „Kult“ um das Fleischessen, … .

Und anstatt das Lebensmittel mehr geschätzt werden, werden sie zu Nahrungsmittel degradiert mit verheerenden Folgen in der Billig-Massenproduktion, mit Naturausbeutung, Gift und Düngereinsatz, Ausbeutung der Produzenten, mit riesigen Transportwegen, eingeschweißt in Unmengen Plastik, verkauft in Geschäften, die fast nur mit dem Auto zu erreichen sind, verjubelt in Sonderangeboten (die gar keine sind), zu viel gekauft und am Schluss gibt es noch massig Abfall an Verpackung und an den Lebensmitteln selbst. Und außerdem vertragen wir viele Nahrungsmittel auch nicht und sie machen uns nicht wirklich satt, so dass zu viel davon gegessen wird,  bzw. sogar geglaubt wird „gesunde“ Produktlinien könnten uns aus den vom Essen erzeugten Leiden wieder befreien.

Anders in diesem Blog: Bis ins kleinste wird der Einkauf verwertet, eingekauft werden fast nur Grundnahrungmittel und der Verpackungsmüll ist daher gering. In den Grundnahrungsmitteln sind kaum Zusatzstoffe. Das Essen wird selbst gekocht und nicht industriell vorgefertigt.

… und wir leben nicht um zu essen, sondern wir essen um zu leben.
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