Wildkräuter/Wildgemüse

Es grünt so grün,….! 🙂
Der Brauch, junge Brennesseln als Gemüse in den Speiseplan aufzunehmen, ist sehr alt.
Nicht erst in der Notzeit des Ersten Weltkrieges verfiel man also auf die Idee, die Brennessel als Spinatähnliches Gemüse zu nutzen. Dennoch beschränkte sich deren Gebrauch als Gemüsepflanze vornehmlich auf Notzeiten in denen die Lebensmittel knapp waren.
Heute denkt noch kaum jemand an diese wertvolle Pflanze, die nichts kostet und die zum Kochen und in der Heilkunde verwendet werden sollte!!   🙂
BRENNESSEL (Urtica urens/dioica
Ernte: Die weichen, jüngeren Blätter von den Stängeln streifen, ab dem Erscheinen der jungen Triebe bis zum Ende der Vegetationszeit (erster Frost)
Verwendung: Als Wildgemüse, Spinat, zu Laibchen, Suppe, …Tee (ohne nähere Beschreibung)
Vorkommen: Besonders, wo viele Menschen wohnen, aber auch überall anders,….

Sowas wie ein Vorwort?

Einige Anfragen hat es gegeben, DSC_0022_d2ob es zu diesem Blog auch ein Buch gibt. Nein gibt es nicht, aber vielleicht … .

Brigitte hat mich gefragt, ob ich für den Fall des Falles eines schreiben würde.
So könnte ich mir das vorstellen. Was meint ihr?

Vorwort

Begonnen hat es mit einem Hilfeaufruf um Essen für Hungernde zu kaufen. Geworden ist es eine Antwort und Ausweg aus noch vielen weiteren Nöten unserer Zeit, wie Ressourcenverschwendung und Abfallberge.

Brigitte hat in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt, dass mit einem Einkauf um die 30€ Frühstück, Mittagessen und Abendessen für einen ganzen Monat möglich ist. War ihre erste Intention dabei, für Menschen in prekären, finanziellen Situation oder mit sonstigen eingeschränkten Einkaufmöglichkeiten einen gangbaren Weg sich zu ernähren auf zu zeigen, wurde bald klar, dass das Ergebnis viele weitere positive Wirkungen hat:

  • Die Ernährung damit ist wesentlich gesünder, als das was der europäische Durchschnitt isst. Sie entspricht unter anderem auch der sogenannten Ernährungspyramide.
  • Grundnahrungsmittel enthalten wesentlich weniger Zusatzstoffe aus der Lebensmittelchemie
  • Viel weniger wird eingekauft und es steht einem mehr Geld zur Verfügung
  • Solange Grundnahrungsmittel im Haus sind, kann was Köstliches gekocht werden.
  • Durch das selber Kochen, entsteht ein anderer bewussterer, dankbarer, liebevoller Bezug zu den Speisen. Statt die Zeit mit Einkaufen zu verbringen, hat man sie für das Kochen
  • Es entsteht kaum Biomüll, alles wird bestmöglich verwertet.
  • Es fällt ganz wenig Verpackungsmüll an, insbesondere viel weniger Plastik.
  • Man braucht nichts mehr von den teuer beworbenen, gestylten, geschmacksmodifizierten und in Fabriken hergestellten Nahrungsmittel der Lebensmittelindustrie, die zu einer Menge Probleme in der Welt führen: Massentierhaltung, Monokulturen, Umweltschäden, Naturzerstörung und Klimabeeinflussung, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und schlechte Preise für die Produzenten.

Viele der Rezepte sind einfach und es kann sie ein jeder kochen. Nicht einfach war es allerdings aus dem Einkauf heraus all diese Rezepte zu „er“-finden, damit nicht nur alles aufgebraucht wird, sondern dass es auch gut schmeckt und abwechslungsreich wird. An die 80 Rezepte wurden erstellt und genau von den vorhandenen Grundnahrungsmitteln abgerechnet. Neben der Idee hat es hier die Kenntnisse, Erfahrung und Kreativität einer Köchin gebraucht, die bei den besten in Graz gelernt hat und umsichtig und verantwortungsvoll „Lebens“mittel schätzt.

Von Anfang an war für Brigitte der Titel dieses Projekts: „Wir essen um zu leben.“ und bald kommt von ihr dazu „und nicht umgekehrt.“ Ihr war am Anfang nicht bewusst, dass sie hier mit dem großen Philosophen Sokrates konform geht, der mit „Wir leben nicht um zu essen, wir essen, um zu leben.“ zitiert wird. Es darf sich im Leben nicht alles um das Essen drehen und das Essen wird oft maßlos überbewertet. Fast könnte hier jemand einen Widerspruch zum Zitat sehen, wenn ausgerechnet ein Kochbuch diesen Titel trägt. Aber der Unterschied ist überall klar ersichtlich. Es geht in erster Linie um ein gutes Leben und keinesfalls um einen Kult um das Essen. So sind auch sämtliche Bilder der Speisen bei den Rezepten von ihr selbst fotografiert, ohne irgendwelche Tricks oder Nachbearbeitung.

Wir essen um zu leben: Und Leben heißt auch Gesundheit, ausreichend Zeit und Geld, intakte Umwelt, gerechtere Welt, … .

 

Lebensmitteleinkauf Jänner 2016

Es ist jedes Jahr wieder spannend, beim Einkaufen die Preise zu vergleichen. Bei meinem minimalen Lebensmitteleinkauf seit Jänner 2014 nehme ich meine Einkaufsliste (1x im Jahr) und vergleiche 3 verschiedene Discounter!  🙂
Im Trockensortiment ist nichts wesentlich teurer geworden, Gemüse und Obst aber schon. Ob die Qualität besser ist, …..? 😉
Grosser Preisverfall gibts beim Zucker, von 99 cent auf 59 cent. Ob das gut ist?!
Getrocknete Linsen hab ich keine mehr bekommen, Dosenware aber schon. Ich würde viel lieber Hülsenfrüchte selber kochen. Ich werde aber noch weiter suchen!
Ausser Weisskraut, Karotten und Äpfeln hab ich alles bekommen um…….??

🙂 🙂 🙂

Apfelschalentee

Apfelschalentee für dein Frühstück:
Die Schalen und das Kerngehäuse von einem Apfel (Apfelkompott) in 1/2 Liter Wasser mit etwas Zimt und Gewürznelke (wenn vorhanden), 2 Löfferl Zucker eine zeitlang kochen lassen, abseihen!! 😉 Schmeckt echt lecker

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Frühstücksvariation

Haferlaibchen sind in den Rezepten schon vorhanden. Sie können süss hergestellt werden, das Obst aus dem Rezept mit Marmelade oder Zucker pürrieren und als Fruchtspiegel verwenden.

Pikant können sie als Jause mitgenommen werden. 🙂Haferlaibchen

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Polentalaibchen süss entstehen aus dem Polentabrei (Frühstück)

Polenta mit 250 ml Wasser kochen, auskühlen lassen, mit nassen Händen Laibchen formen und braten, Apfel zu Mus kochen, mit Buttermilch, eingeweichten Rosinen anrichten. Aus den Apfelschalen und Kerngehäuse Apfelschalentee kochen ! 🙂

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Frühstücksvariation

Eine Frühstücksvariation möchte ich euch vorstellen!! 🙂 Rezept lautet: Griessbrei .

Griess in etwas weniger Wasser kochen, auskühlen lassen, Laibchen formen, Apfelspalten und Laibchen in wenig Margarine braten, mit Marillenmarmelade und Buttermilch anrichten. Guten Morgen! DSC01642

Wir essen um zu leben

Wie dieser Blog seinen Titel bekam

Viele Menschen geben sehr viel Geld für Essen aus. Manche machen sogar die schlimme Erfahrung, dass am Ende des Geldes noch zu viel Monat über ist. Leben wir nur dafür, um uns was zum Essen zu besorgen? Sollte es nicht umgekehrt sein, dass das Essen uns befähigen soll, dass wir ein erfülltes Leben führen können.

Die Werbung und die Gesellschaft beeinflussen stark was wir essen. In den letzten Jahrzehnten sind die Ausgaben für Lebensmittel ziemlich gestiegen. Aber was kaufen wir: Fastfood, Fertig-Gerichte, viel Fleisch, Süßigkeiten, … . Früher wurde hauptsächlich (normales 2kg-)Brot, Milch, Eier und Mehl gekauft. Außerdem wurde Obst und Gemüse früher mehr selbst angebaut und geerntet oder bei bekannten Bauern geholt. Waren Leute früher stolz darauf, was sie gekocht haben, suggeriert heute die Werbung, wie toll und in man ist, wenn man das eine oder andere Lebensmittel ißt oder seinen Lieben gibt, ja sogar, dass man sich bei diesen beliebt macht, wenn man was bestimmtes kauft. Und schon ist das Geld ausgegeben. Im Vorfeld habe ich eine Umfrage gemacht und da haben Leute freiwillig angegeben, dass sie bis zu 600€ ! pro Monat pro Person für Lebensmittel ausgeben.

Essen wird also vollkommen überbewertet! Und dann denke man noch an all die Diäten, „gesunden“ Produkte und den ganzen „Kult“ um das Fleischessen, … .

Und anstatt das Lebensmittel mehr geschätzt werden, werden sie zu Nahrungsmittel degradiert mit verheerenden Folgen in der Billig-Massenproduktion, mit Naturausbeutung, Gift und Düngereinsatz, Ausbeutung der Produzenten, mit riesigen Transportwegen, eingeschweißt in Unmengen Plastik, verkauft in Geschäften, die fast nur mit dem Auto zu erreichen sind, verjubelt in Sonderangeboten (die gar keine sind), zu viel gekauft und am Schluss gibt es noch massig Abfall an Verpackung und an den Lebensmitteln selbst. Und außerdem vertragen wir viele Nahrungsmittel auch nicht und sie machen uns nicht wirklich satt, so dass zu viel davon gegessen wird,  bzw. sogar geglaubt wird „gesunde“ Produktlinien könnten uns aus den vom Essen erzeugten Leiden wieder befreien.

Anders in diesem Blog: Bis ins kleinste wird der Einkauf verwertet, eingekauft werden fast nur Grundnahrungmittel und der Verpackungsmüll ist daher gering. In den Grundnahrungsmitteln sind kaum Zusatzstoffe. Das Essen wird selbst gekocht und nicht industriell vorgefertigt.

… und wir leben nicht um zu essen, sondern wir essen um zu leben.
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Jetzt auch auf facebook

Seit gestern 20 Uhr sind wir mit der Information rausgegangen, dass in unserem Blog der 30 € Einkauf vollkommen in den Menüplan eingeteilt ist und alle Rezepte dazu gekocht, fotografiert, geschrieben und als PDF aus dem Menüplan heraus aufrufbar sind. Die Interesse daran ist phänominal:

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Damit die weiteren Änderungen, Verbesserungen, Weiterentwicklungen und aktuellen News leichter allen zugänglich sind, gibt es jetzt auch die fb-Seite dazu.

 

 

 

Vollständig!!!

Wie versprochen, hab ich den Menüplan mit allen Rezepten vervollständigt!

Es sind noch mehr Speisen (Suppen und Hauptspeisen ) dazu gekommen 🙂

Nach genauen Berechnungen bleiben am Monatsende nur noch höchstens kleine Reste der Trockenprodukte übrig. Alles Andere wird restlos aufgebraucht, Gemüse „abfälle“ zu Suppenwürze verarbeitet.

In Eigeninitiative können Beeren, Pilze, Wildkräuter, Obst usw. gesammelt werden, um die Speisen etwas nahrhafter zu machen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Ps: Nicht ICH allein hab den Menüplan vervollständigt, mein Mann ist mir immer hilfreich zur Seite „gesessen“ !!! 🙂  ❤

 

Auf ein Wort…..

Dieser Blog ist noch nicht vollständig! Abgesehen davon, dass so ein Projekt nie vollständig sein kann (es gibt dann auch eine Erweiterung dazu),  kommen in diesem Fall noch einige Rezepte und Bilder dazu!

Nicht alle Speisen sind mit dem richtigen Foto versehen, und am Ende dieses Monats sind noch einige Lebensmittelreste übrig, die ich noch in Form von 7 Suppen und 3 Hauptspeisen aufgeteilt werden! 🙂 Deshalb wird alles noch einmal überarbeitet!!

In Kürze könnt ihr dann den vollständigen Menüplan sehen, den ihr natürlich beliebig aufwerten und umstellen (tageweise) könnt. Die Reihenfolge ist variierbar, je nach eigenem Geschmack. Die Durchschnittskalorien belaufen sich auf ca. 1700 kcl /Tag . Eine dauerhafte Ernährung mit diesem Programm würde ich nicht vorschlagen, es sollte dann wirklich erweitert werden!! Aber vorrübergehend in Krisenzeiten ist es durchaus vertretbar: 😉

Die Natur hat noch soviel zu bieten, das sie uns gratis überlässt! Wir müssen nur ein bisschen bewusster durchs Leben gehen.

Ich wünsche allen ein gutes Gelingen!

Du hast in der Zeit des Nachkochens zum grossteil nachhaltig, müllreduziert und “ selbst“ mit Liebe gekocht, das ist meiner Meinung nach wichtiger, als jedes Superfood. 🙂